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10 Spanisch (spätbeginnend) (4)

Spanisch als spätbeginnende Fremdsprache baut auf Kenntnissen, Fertigkeiten und Grundhaltungen auf, welche die Schüler bereits im Unterricht der bisher erlernten Fremdsprachen und im Deutschunterricht erworben haben. Grundsätzlich findet der Unterricht in der Zielsprache statt, wobei Alter und Vorkenntnisse der Schüler einen raschen Fortschritt ermöglichen, der mit motivierenden Erfolgserlebnissen verbunden ist. Sprachreflexion und Sprachvergleich stehen im Dienst des Aufbaus der kommunikativen Kompetenz. Eine störungsfreie Verständigung hat dabei Vorrang vor der absoluten sprachlichen Korrektheit.

Der Unterricht ist von Anfang an gekennzeichnet durch einen bewussten methodischen und sprachlichen Transfer aus den bisher gelernten Fremdsprachen und der Muttersprache. Eine wichtige Rolle spielt dabei das selbständige Arbeiten der Schüler, die ein besonderes Interesse an Sprachen und eine entsprechend hohe Motivation und Leistungsbereitschaft mitbringen. Dies ermöglicht eine verstärkt kognitive Ausrichtung der Erarbeitung des Stoffes, wobei eine erschöpfende Behandlung der Grammatik nicht intendiert ist.

In der Jahrgangsstufe 10 lernen die Jugendlichen, alltägliche, noch wenig komplexe Situationen in mündlicher und schriftlicher Kommunikation zu bewältigen. Der Schwerpunkt liegt auf Hörverstehen und Sprechfertigkeit, während die Schriftsprache zunächst eher rezeptiv einbezogen wird. Zur Erweiterung ihrer interkulturellen Kompetenz gewinnen die Schüler erste Einblicke in Gesellschaft und Kultur Spaniens und Hispanoamerikas. Die motivierende Begegnung mit authentischen Materialien aus dem spanischsprachigen Kulturraum weckt bei ihnen Freude und Interesse an der neuen Sprache.

In der Jahrgangsstufe 10 erwerben die Schüler folgendes Grundwissen:
  • die kommunikativen Fertigkeiten und sprachlichen Mittel zur elementaren Sprachverwendung entsprechend der Stufe A2 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens

  • die Kenntnisse und Fertigkeiten, die zur Erschließung und Erstellung einfacher spanischsprachiger Texte befähigen

  • Grundkenntnisse über Alltag, Kultur und Geographie Spaniens und Hispanoamerikas; Aufgeschlossenheit für kulturelle Unterschiede

  • Transfer und selbständige Anwendung der bereits erworbenen grundlegenden Lernstrategien und Arbeitstechniken

Spspb 10.1 Sprache

Die reflektierende Betrachtung der sprachlichen Strukturen des Spanischen, auch im Vergleich mit anderen Sprachen, regt die Schüler zu selbständigem Transferdenken an und ermöglicht ihnen ein bewussteres Erlernen der neuen Sprache. Sie erwerben Grundkenntnisse und -fertigkeiten in mündlicher wie schriftlicher Sprachproduktion und -rezeption. Eine intensive Grammatikarbeit steht dabei nicht im Vordergrund; vielmehr dient das Erlernen der sprachlichen Mittel vorrangig der kommunikativen Kompetenz. Das Hörverstehen sowie ihre mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit üben die Schüler vor allem in alltäglichen Kommunikationssituationen. Eine wichtige Bedeutung kommt dem Leseverstehen zu; hier können sie aufgrund ihrer Kenntnisse anderer Sprachen schnelle Fortschritte erzielen.

Kommunikative Fertigkeiten

Hörverstehen

  • einfache, langsam gesprochene und deutlich artikulierte Äußerungen in alltäglichen Kommunikationssituationen, auch in Gesprächen unter Muttersprachlern, global und in wichtigen Details verstehen, ggf. mithilfe gelegentlicher Rückfragen

  • auch regional leicht gefärbte Äußerungen von Muttersprachlern zu vertrauten Themen in Grundzügen verstehen

  • die Intonation grundlegender Satzmuster erkennen

Mündliche Ausdrucksfähigkeit

  • wenig komplexe und häufig auftretende Kommunikationssituationen in sprachlich einfacher, aber angemessener Form bewältigen

  • in einfacher Weise Personen beschreiben, Sachverhalte darstellen sowie Ereignisse und Erlebnisse erzählen

  • in einfacher Weise die eigenen Gefühle beschreiben und Meinungen darlegen

Leseverstehen

  • einfache, auch authentische Texte über vertraute alltagsnahe Themen je nach Schwierigkeitsgrad und Leseintention bzw. Aufgabenstellung global oder im Detail verstehen oder ihnen bestimmte Informationen entnehmen (detailgenau, kursorisch bzw. selektiv lesen)

  • bekannte Texte in angemessenem Tempo mit sorgfältiger Artikulation und Intonation sinndarstellend vorlesen

Schriftliche Ausdrucksfähigkeit

  • mit einfachen Mitteln Personen und Sachverhalte beschreiben, Dialoge entwerfen

  • Gefühle und Meinungen zu alltagsnahen Themen auf relativ einfache Weise ausdrücken

  • alltagsnahe Erlebnisse, Ereignisse, Geschichten in einfacher Weise erzählen

Sprachmittlung

  • in einem einfachen Alltagsgespräch dolmetschend vermitteln

  • wenig komplexe Inhalte aus vertrauten Themenbereichen in die jeweils andere Sprache sinngemäß übertragen, dabei ggf. zusammenfassen bzw. vereinfachen

Sprachliche Mittel

Aussprache und Intonation

  • Aussprache und Intonation unter kontrastiver Einbeziehung des Deutschen und der bisherigen Fremdsprachen erlernen

Wortschatz und Idiomatik

  • die zur Bewältigung der behandelten Situationen und Themen notwendigen Wörter und Wendungen kennen und in eigenen Äußerungen gebrauchen, insbesondere: Grundzahlen, Ordnungszahlen bis 10, Datum und Uhrzeit, wichtige Konjunktionen und Präpositionen sowie Interrogativpronomen, Relativpronomen que, Indefinitpronomen, wichtige Verbalkonstruktionen wie acabar de und einzelne, für die Kommunikation notwendige Formen des subjuntivo, condicionial und imperativo, Wendungen zur Kommunikation im Unterricht, erster Paraphrasierungswortschatz und spontansprachliche Redemittel, z. B. Füllwörter zum Aufrechterhalten der Kommunikation

  • die Bedeutung unbekannter Wörter aus dem Kontext bzw. mithilfe des Transfers aus anderen Sprachen, wichtiger Wortbildungsregeln, der Kenntnis von Internationalismen erschließen und damit einen individuellen rezeptiven Wortschatz aufbauen

Grammatik

  • folgende Strukturen kennen und in eigenen Äußerungen gebrauchen:
    • Syntax: einfache Satzstrukturen für deskriptive, narrative und dialogische Äußerungen

    • Verb: ser, estar und hay; Präsens, häufig gebrauchte Formen des indefinido; imperfecto; erste Aspektunter­schiede beim Zeitengebrauch; Umschreibung des Futurs mit ir a + infinitivo, forma continua mit estar

    • Pronomina: Objektpronomen, Demonstrativpronomen und -begleiter, Possessivbegleiter, Redundanz des Subjektpronomens

    • Adjektive und Adverbien: Formen, Stellung, Steigerung

  • weitere Formen und Phänomene nach Maßgabe der behandelten Situationen und Themenbereiche kennen und in fremdsprachigen Äußerungen verstehen (rezeptiv)

Sprachreflexion

  • Transfermöglichkeiten aus anderen Sprachen erkennen und nutzen

  • sich ggf. Interferenzen bewusstmachen, die durch die Kenntnis anderer Sprachen auftreten können

  • Gesetzmäßigkeiten von Lautung und Schreibung kennen

  • die Herkunft des Spanischen und seine Zugehörigkeit zur romanischen Sprachfamilie kennen

  • sich der Existenz regionaler Varianten des Spanischen in Spanien sowie in Hispanoamerika bewusst sein

Spspb 10.2 Umgang mit Texten und Medien

Kurze, einfache und inhaltlich ansprechende Texte führen in den spanischen Sprach- und Kulturraum ein und ermöglichen den Schülern einen systematischen Aufbau ihrer aktiven sprachlichen Fertigkeiten. Von Anfang an begegnen sie auch Originaltexten, die sie – ggf. mit geeigneten Hilfsmitteln – erschließen. Dabei sollen sie jeweils geeignete Lese- bzw. Hörstrategien einsetzen. Schon im Verlauf des ersten Lernjahres erhalten die Schüler so Zugang auch zu anspruchsvolleren Texten.

Sie verfügen bereits über ein breites Spektrum an Schreibkonventionen sowie über Techniken des mündlichen Vortrags und wenden diese nunmehr auf ihren Gebrauch der spanischen Sprache an, um in angemessener Form alltagsnahe Sprech- und Schreibanlässe umzusetzen. Motivierende und kreative Aufgaben regen die Jugendlichen zu Äußerungen in der Zielsprache an.

Texterschließung

Textarten: kurze, einfache Hör-, Hör-/Seh- und Lesetexte sowie einfache authentische Texte, ggf. mit Anmerkungen: z. B. Dialoge, (Bild-)Geschichten, kurze Erzählungen, einfache oder den Schülern inhaltlich geläufige Nachrichtenmeldungen bzw. Zeitungsberichte (ggf. in Auszügen), Hörszenen, einfache filmische Sequenzen, Briefe, Lieder, ggf. Gedichte, Werbetexte, Beiträge aus dem Internet

  • Strategien zum Lese-, Hör- und Hör-/Sehverstehen sicher anwenden (globales, detailliertes, selektives Verstehen)

  • einfachere authentische Texte mithilfe eines Anmerkungsapparates bzw. eines zweisprachigen Wörterbuchs und von Transfertechniken selbständig erschließen

  • verständnissichernde Fragen zum Text stellen und beantworten

  • einige wichtige Fachbegriffe zur Textarbeit kennen und anwenden

Texterstellung

Textarten: alltagsnahe, auch szenische Dialoge, Interviews; Formulare, E-Mails, einfache Briefe; kurze Mitteilungen, Geschichten, Stellungnahmen

  • kurze Erlebnisse und Geschichten (nach-)erzählen, über unmittelbar bevorstehende Ereignisse sprechen

  • in einfacher Form Gefühle, Meinungen, die eigene Erfahrungswelt darlegen

  • Personen, Gegenstände und Sachverhalte beschreiben

  • in kreativer Weise verschiedene Textvorgaben mündlich bzw. schriftlich (um-)gestalten

Spspb 10.3 Interkulturelles Lernen und Landeskunde

Die Schüler können an ihre Vorkenntnisse über verschiedene Aspekte Spaniens sowie Hispanoamerikas anknüpfen, welche sie bereits in anderen Fächern und auch in außerschulischen Bereichen erworben haben. Die Begegnung mit authentischen Dokumenten verschafft ihnen in ausgewählten Schwerpunktbereichen einen direkten Zugang zur Lebenswirklichkeit im spanischsprachigen Raum. Ihre im vorausgegangenen Fremdsprachenunterricht angelegte Bereitschaft zu interkulturellem Verstehen und Handeln wird weiter sensibilisiert und ausgebaut.

Den thematischen Rahmen bilden vorwiegend alltagsnahe Kommunikationssituationen aus der Erfahrungswelt Jugendlicher.

  • Anrede- und Grußformeln, Höflichkeitsfloskeln, Umgangsformen und nonverbale Ausdrucksweisen

  • Alltag: Schule und Freizeitgestaltung, Familie und Freundeskreis, Lebensgewohnheiten, Küche

  • typische Situationen eines Aufenthalts in einem spanischsprachigen Land, z. B. im Rahmen von Austausch, Tourismus, Sprachaufenthalt

  • geographische Grundzüge des spanischen Sprachraums: Länder, Hauptstädte, wichtige Sehenswürdigkeiten

  • autonome Regionen und Mehrsprachigkeit in Spanien

  • bedeutende Persönlichkeiten aus dem spanischen Sprachraum

Spspb 10.4 Lernstrategien und Methoden selbständigen Arbeitens

Die Schüler übertragen ihr Repertoire an Lernstrategien und Arbeitstechniken aus bereits erlernten Fremdsprachen auf das neue Fach und nutzen die zur Verfügung stehenden Medien. Die zunehmend selbständige und zielgerichtete Anwendung auf die spezifischen Erfordernisse des Spanischen dient der Festigung des Gelernten und der Erweiterung des Wissens.

  • Kenntnisse aus der Muttersprache und bereits erworbenen Fremdsprachen bewusst zum Spracherwerb einsetzen

  • Prinzipien der Wortschatzstrukturierung und Kenntnisse der Wortbildung zum Lernen und Wiederholen nutzen

  • Methoden der Selbstkorrektur sowie individuell geeignete Strategien zum Erlernen und Wiederholen von Wortschatz und Grammatik festigen und erweitern

  • unterschiedliche Lesetechniken und Texterschließungsstrategien gezielt anwenden

  • sich mit Umschreibungen behelfen, wenn bei eigenen Äußerungen Wortschatz fehlt

  • Techniken des Rückfragens einsetzen, wenn Verständnisschwierigkeiten bestehen

  • Nachschlagewerke und Hilfsmittel wie zweisprachiges Wörterbuch, Grammatik, Zusatzmaterialien zum Lehrbuch sowie elektronische Medien sachgerecht und gezielt verwenden

  • Lern- und Arbeitsprozesse, auch in Phasen von Gruppen- oder Projektarbeit, selbständig organisieren

  • Informationen – aus verschiedenartigen spanischsprachigen, ggf. auch deutsch- oder anderssprachigen Quellen – auswählen, auswerten und adressatengerecht präsentieren; Präsentationstechniken üben

  • ggf. Kontakte mit Muttersprachlern (einzeln oder im Klassenverband) knüpfen und pflegen, z. B. über elektronische Medien

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