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10 Deutsch (3, MuG 3 + Profil)

In der Auseinandersetzung mit aktuellen Problemen und grundsätzlichen Fragen überprüfen und erörtern die Schüler Einstellungen und Werthaltungen. Im Sprechen und Schreiben beherrschen sie elementare Techniken und Gestaltungsprinzipien, sodass sie auf das selbständige und methodenbewusste Arbeiten vorbereitet sind. Die systematische Schulung in praktischer Rhetorik wird fortgesetzt. Ihren Sprech- und Schreibstil verfeinern die Schüler im Hinblick auf Angemessenheit und Überzeugungskraft. Sie lernen Grundideen und Werke des Sturm und Drang oder der Aufklärung kennen und beschäftigen sich mit der Gegenwartsliteratur. Sie klären den sachlichen und ästhetischen Geltungsanspruch von Literatur und medialen Darstellungen.

In der Jahrgangsstufe 10 erwerben die Schüler folgendes Grundwissen:
  • rhetorische Kenntnisse in der Praxis anwenden: Ergebnisse präsentieren, frei vortragen
  • literarische Texte erschließen, Sachtexte analysieren, auch im Vergleich; Erörterungen schreiben

  • ein Argumentationsgefüge ausgestalten; Modi differenziert gebrauchen; Zitiertechnik beherrschen; stilistische Mittel analysieren und bewusst einsetzen

  • ausgewählte Literatur des Sturm und Drang oder der Aufklärung sowie der Gegenwart kennen; leitende Ideen und epochentypische Gestaltungsmittel kennen; Figurenkonzeptionen, direkte und indirekte Charakterisierung, Dialogführung erfassen und für die Erschließung nutzen

  • perspektivische Vermittlung von Wirklichkeit in den Medien und Mittel ihrer Umsetzung erkennen

D 10.1 Sprechen

Im Rahmen der Ausbildung rhetorischer Fertigkeiten [→ L 10.1.1] arbeiten die Schüler an ihrem verbalen und nonverbalen Verhalten [ Ku 10.1], vertreten Standpunkte, begegnen Gesprächspartnern offen und beziehen deren Beiträge ein.

  • Reflexion über Kommunikation: Gründe für Verständnisprobleme erkennen und Mittel zu ihrer Behebung finden
  • Üben mündlicher Darstellungsformen: Informationen und Arbeitsergebnisse hörerbezogen darstellen; Gespräche wiedergeben und kommentieren; Standpunkte wirkungsvoll vertreten, Argumentationsfolgen erstellen; Diskussionen vorbereiten, durchführen und moderieren; frei sprechen
  • Zuhören: Rückmeldungen geben, einen Fragenkatalog entwickeln, gezielt und differenziert Fragen stellen
  • Vorlesen, Vortragen, Spielen: fremde und eigene Texte sinngerecht und Verständnis fördernd vortragen

D 10.2 Schreiben

Die bereits erworbenen Grundfertigkeiten im Schreiben werden in komplexen Aufgabenstellungen gefestigt. Beim Erschließen literarischer Texte beschreiben die Schüler deren kennzeichnende Merkmale, sie untersuchen den Zusammenhang von Inhalt, Aufbau, Form und Sprache und setzen sich mit zentralen Fragestellungen auseinander. Sie analysieren Informationsgehalt und Argumentation von Sachtexten und erkennen dabei medienspezifische Aspekte. Indem sie Sachverhalte aus ihrem weiteren Erfahrungsbereich sowie Probleme von gesellschaftlicher Bedeutung erörtern, lernen die Schüler, umfassender und differenzierter zu argumentieren.

  • Methodik des Schreibens: komplexe Themen- und Aufgabenstellungen erschließen, Begriffe bestimmen und erläutern; Stoffe strukturieren und gliedern; Exzerpieren; Zitate und Textbelege sammeln, ordnen und integrieren; Methoden des Überarbeitens und Gestaltens von Texten selbständig nutzen, auch im Team

  • Erschließen literarischer Texte und Analysieren von Sachtexten: mithilfe weniger Fragen oder eines umfassenden Auftrags einen Text selbständig erfassen; Zusammenhänge zwischen Inhalt, Aufbau, Form und Sprache klären, Charakterisieren literarischer Figuren; Informationsgehalt und Argumentation von Sachtexten prüfen, auch mehrere Texte analysieren, auswerten und zusammenfassen; textbezogen erörtern, eigene Deutungsansätze zu literarischen Texten systematisieren und vertiefen
  • Erörtern von Sachverhalten aus dem weiteren Erfahrungsbereich sowie von Problemen von allgemeiner Bedeutung in vorgegebenen oder freieren Formen, auch im Anschluss an einen Text: eine steigernde und antithetische Gliederung anlegen, unterschiedliche formale Gliederungssysteme verwenden; Thesen formulieren, Argumente zuordnen und sachlogisch darlegen, durch geeignete Beispiele und Belege stützen, mögliche Gegenargumente einbeziehen; Argument, Bestandteile eines stichhaltigen Arguments unterscheiden, die Verknüpfung von Argumenten prüfen, ungerechtfertigte Verallgemeinerungen vermeiden, Schlussfolgerungen formulieren

D 10.3 Sprache untersuchen, verwenden und gestalten – Sprachbetrachtung

Die Schüler erweitern ihre Fähigkeit, Sprache funktional zu gebrauchen, und verfeinern ihr Gespür für die Wirkung des eigenen Sprech- und Schreibstils. Grammatische und orthographische Kenntnisse sowie operationale Verfahren werden zusammenfassend wiederholt und im Umgang mit Texten bzw. beim eigenen Schreiben gezielt eingesetzt.

  • funktionale Verwendung und gestalterischer Einsatz von Sprache: Satzbaumuster bestimmen und variieren; Argumentationsgefüge ausgestalten; Verbindlichkeit und Glaubwürdigkeit von Aussagen kennzeichnen; die Geschlossenheit der Darstellung verdeutlichen

  • Definieren von Begriffen: Klassifizierungen, Unterscheidungsmerkmale, Umschreibungen

  • Wiederholen und Differenzieren von Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung

D 10.4 Sich mit Literatur und Sachtexten auseinandersetzen

Die Beschäftigung mit Werken des Sturm und Drang oder der Aufklärung sowie der Gegenwart, auch im thematischen Vergleich, führt zur Auseinandersetzung mit den dargestellten Lebensentwürfen und Weltbildern. Die Schüler entwickeln ein vertieftes und differenziertes Verständnis für Figuren, Themen und Probleme auch dadurch, dass sie die Werke in ihren literaturgeschichtlichen Zusammenhängen sehen und unter ästhetischen Gesichtspunkten bewerten. Interpretationsansätze entwickeln sie zunehmend selbständig. Durch die Auseinandersetzung mit Sachtexten werden sie befähigt, Informationen und Meinungen in größere Zusammenhänge einzuordnen.

  • Lesen und Verstehen exemplarischer Texte des Sturm und Drang oder der Aufklärung sowie der Gegenwart

  • Anwenden allgemeiner Erschließungskategorien für poetische Texte: Problemstellung, Zeitbezug, leitende Ideen, epochentypische Merkmale sowie biographische Bezüge erarbeiten und für das Textverständnis fruchtbar machen

  • Kennen und Anwenden gattungsspezifischer Gestaltungsmittel für die Erschließung: Dialogführung, Konzeption, Darstellung und Funktion der Figuren, Raum- und Zeitgestaltung sowie Erzähltechnik; längere Erzählung und Roman unterscheiden; traditionelle und moderne Gestaltungsmittel der Lyrik

  • Anwenden von Untersuchungsaspekten auf Sachtexte, auch im Vergleich: Informationen entnehmen, Aufbau, Thesen, Argumente, Intentionen, sprachliche Gestaltung und ihre Funktion erarbeiten, Kommunikationszusammenhang berücksichtigen

  • Auseinandersetzung mit Texten: begründet zu den dargestellten Themen, Problemen und der zum Ausdruck kommenden Weltsicht Stellung beziehen, eigene Werthaltungen überprüfen

  • gestaltendes Arbeiten, produktiver Umgang mit Sprache und Literatur

Im Rahmen eines breit gefächerten Lektüreangebots (vgl. dazu die Lektürevorschläge) sind mindestens ein Werk des Sturm und Drang oder der Aufklärung sowie ein Werk der Gegenwartsliteratur als Ganzschrift zu lesen und im Unterricht zu behandeln.

D 10.5 Medien nutzen und reflektieren

Das Medienangebot nutzen die Schüler zielgerichtet und effektiv; sie setzen sich mit Inhalten und Formen medialer Darstellungen kritisch auseinander und beschäftigen sich auch in produktiver Weise mit ihnen.

  • Untersuchen medienspezifischer Mittel: Verhältnis von Bild, Ton und Wort analysieren und bewerten [ Ku 10.2]

  • Reflektieren medialer Darstellungen: Vermittlung und Inszenierung von Wirklichkeit in Medien erörtern

D 10.6 Profilbereich am MuG

Entsprechend dem Profil dieser Ausbildungsrichtung vertiefen die Schüler ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich des Gestaltens und der ästhetischen Bildung, vor allem im Hinblick auf das fächerverbindende Arbeiten und die Ausgestaltung des schulischen Lebens. Sie haben dabei Gelegenheit, in besonderer Weise eigenverantwortlich vorzugehen und im Team tätig zu werden, insbesondere bei Unterrichtsprojekten.

  • erweiterte Lektüre im Rahmen der thematischen Literaturbetrachtung

  • eigene gestalterische Möglichkeiten weiter ausbilden: Inszenierungsversuche, mediale Gestaltung, produktive Auseinandersetzung mit Bildern und Texten

  • die Wechselwirkung von Wort, Bild und Ton verfolgen

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