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12 Chinesisch (spätbeginnend) (3)

In dieser Jahrgangsstufe schließen die Schüler den Aufbau der im Lehrgang einer spätbeginnenden distanten Fremdsprache erreichbaren Sprachkompetenz ab.

Am Ende des dritten Lernjahrs verfügen sie über grundlegende inhaltliche und methodische Voraussetzungen, um sich auch über die Schule hinaus selbständig mit der chinesischen Sprache und Kultur zu beschäftigen. Sie sollen nun in der Lage sein, sich mündlich und schriftlich in ausgesuchten Kommunikationssituationen aus dem Schul- und Alltagsleben, auch vorbereitend auf Studium und Beruf, in einfacher Form auf Chinesisch zu verständigen sowie selbständig aus unterschiedlichen Quellen Informationen zu sammeln, auszuwerten und zu präsentieren. Vorkenntnisse und Alter der Schüler ermöglichen einen stark kognitiv geprägten, zunehmend eigenständigen Umgang mit – didaktisierten – authentischen Texten, bei dem es nicht auf das Detailverständnis jedes einzelnen Wortes ankommt. Die gelegentliche Einbeziehung von Filmausschnitten oder von dokumentarischem Material, auch begleitend zur eigentlichen Unterrichtssituation, kann das Verständnis für Unterschiede zwischen der chinesischen und der eigenen Kultur fördern. Einblicke in die moderne und klassische Literatur tragen dazu bei, einen Eindruck von der Vielfalt der jahrtausendealten chinesischen Kultur zu gewinnen. Die jungen Erwachsenen wenden sich verstärkt der Auseinandersetzung mit den aktuellen gesellschaftlichen Gegebenheiten in China zu und beziehen dabei soziokulturelle, historische, politische und wirtschaftliche Aspekte ein.

Im Rahmen je eines Unterrichtsmoduls vertiefen die Schüler in den Jahrgangsstufen 11 und 12 gezielt landeskundliche und interkulturelle Aspekte. Der methodische Schwerpunkt ergibt sich jeweils abhängig von der Themenwahl; außerschulische Kontakte in diesem Zusammenhang sind wünschenswert, sofern sie sich anbieten.

In der Jahrgangsstufe 12 erreichen die Schüler folgendes Abschlussprofil:
  • die kommunikativen Fertigkeiten und sprachlichen Mittel zur elementaren Sprachverwendung entsprechend der Stufe A2, im Leseverstehen A2+, des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens

  • die Kenntnisse und Fertigkeiten, die zur Erschließung von einfacheren, auch didaktisierten nicht-fiktionalen und fiktionalen Texten und zur Erstellung einfacher Texte zu bekannten Themen befähigen

  • Kenntnisse zur klassischen Geschichte Chinas sowie zur Bedeutung Chinas in den Bereichen Kultur und Wirtschaft; Einblicke in Entwicklung und aktuellen Stand der deutsch-chinesischen Beziehungen

  • eigenständiger, systematischer Umgang mit Hilfsmitteln und Medien; weitgehend selbständige Organisation von Lern- und Arbeitsprozessen

Chispb 12.1 Sprache

Die Schüler erweitern – auch durch intensives Wiederholen – ihre sprachlichen Fertigkeiten im produktiven und rezeptiven Bereich, sodass sie Kommunikationssituationen in verschiedenen, alltagsnahen Anwendungsbereichen zunehmend sicher bewältigen können. Am Ende des dritten Lernjahrs beherrschen sie die grundlegenden grammatischen Strukturen und verfügen über einen Grundstock an aktivem Wortschatz sowie über einen produktiven Zeichenschatz von ca. 450 Schriftzeichen und einen darüber hinausgehenden rezeptiven Zeichenschatz von weiteren vier- bis fünfhundert Zeichen. Ein Fundament an rezeptiven lexikalischen und grammatischen Kenntnissen erleichtert ihnen das Verstehen von einfachen gesprochenen sowie etwas komplexeren geschriebenen Texten.

Kommunikative Fertigkeiten

Hörverstehen

  • zunehmend in normalem Sprechtempo geführte, deutlich artikulierte Gespräche aus altersgemäßen und im Unterricht behandelten Themenbereichen und Texten global und in wichtigen Details verstehen

  • bei Hör- bzw. Hör-/Sehmaterial: aus Äußerungen in Rundfunk- oder Fernsehsendungen bzw. Filmen einige wichtige Hauptinformationen entnehmen, wenn die Themen vertraut sind

  • einfachen, kurzen Gesprächen und Diskussionen zu vorbereiteten Themen global und in wichtigen Details folgen können

  • einzelnen regionalen Aussprachevarianten (z. B. Anlaute wie s-sh, z-zh, c-ch auf Taiwan) begegnen

Mündliche Ausdrucksfähigkeit

  • an kurzen Gesprächen über allgemeine und bekannte Themen zunehmend aktiv teilnehmen

  • auf Äußerungen zu den behandelten Themen in einfacher Form angemessen reagieren

  • den eigenen Standpunkt in einfacher Form zunehmend klar vertreten

  • im Bereich des gewählten Moduls: vorwiegend deutsch- und englischsprachige Informationen auf Deutsch, in einfacher Form (Schlüsselbegriffe) auch auf Chinesisch wiedergeben; sich auch zu etwas komplexeren Themen in einfacher Form äußern

Leseverstehen

  • etwas komplexere, auch didaktisierte authentische nicht-fiktionale und fiktionale Texte in Schriftzeichen lesen sowie global und in wichtigen Details verstehen

  • ansatzweise Lesetechniken (z. B. kursorisches, selektives und detailgenaues Lesen) bei etwas umfangreicheren, komplexeren Texten in Schriftzeichen gezielt zur Texterschließung einsetzen

  • Texte in Schriftzeichen zunehmend flüssig und Sinn darstellend vortragen, wenn sie bekannten Wortschatz enthalten

Schriftliche Ausdrucksfähigkeit

  • Personen und zunehmend komplexere Sachverhalte kurz beschreiben und darstellen; von Eindrücken, Ereignissen, Erlebnissen in einfachen Sätzen berichten und erzählen

  • den eigenen Standpunkt zu vertrauten und im Unterricht behandelten Themen in einfacher Form darlegen und begründen

  • zunehmend komplexere Fragestellungen zu gegebenen Texten (auch aus dem Modulbereich) bearbeiten, z. T. mithilfe von Textbausteinen aus dem Text

  • einfache Inhaltsangaben erstellen; biographische und historische Informationen zusammenfassend in einfacheren Sätzen wiedergeben

Sprachmittlung

  • in einfacheren alltagsnahen Situationen dolmetschend vermitteln

  • einfachere Inhalte aus einem Spektrum von ausgewählten Themen in die jeweils andere Sprache sinngemäß übertragen, dabei ggf. vereinfachen

  • die wesentlichen Punkte von ausgewählten, ggf. didaktisierten nicht-fiktionalen und fiktionalen Texten in der jeweils anderen Sprache zusammenfassen

Sprachliche Mittel

Schrift

  • weitere Festigung und Ausbau eines grundlegenden Zeichenschatzes, unter Berücksichtigung wichtiger Radikale, in Verbindung mit dem (auch themengebundenen) Wortschatz: ca. 100 weitere Schriftzeichen produktiv und 100 weitere Schriftzeichen rezeptiv

Aussprache und Intonation

  • Aussprache und Intonation zunehmend sicher beherrschen und kommunikativ wirksam einsetzen

Wortschatz und Idiomatik

  • weitere lexikalische Einheiten entsprechend den behandelten Themen bzw. dem gewählten Modul kennen und in eigenen Äußerungen gebrauchen, darunter weitere Redemittel zum Führen von Gesprächen zu vertrauten Themen

  • die Bedeutung unbekannter Wörter durch Anwendung wichtiger Wortbildungsregeln erschließen und den individuellen rezeptiven Wortschatz über Wortschatzstrukturierung und Wortbildung selbständig erweitern

Grammatik

  • folgende Strukturen kennen und in eigenen Äußerungen gebrauchen:
    • Syntax: komplexere Sätze

    • weitere besondere Konstruktionen, z. B.: unmarkiertes Passiv und präpositionale Passivbildung mit bèi

    • le 了 als Satz- und Aspektpartikel im Vergleich

    • weitere besondere Prädikats- und Verbergänzungen

    • weitere komplexe Attribut- und Adverbialbildungen

Sprachreflexion

  • grundlegende Wort- und Satzbildungsregeln kennen und anwenden

  • syntaktische und stilistische Besonderheiten der chinesischen Sprache sowie unterschiedliche Sprach- und Stilebenen erkennen

  • erste Einblicke in die Sprach- und Schriftentwicklung gewinnen

Chispb 12.2 Umgang mit Texten und Medien

Die Schüler sind in der Lage, zunehmend auch etwas längere bzw. etwas komplexere authentische Texte, die jedoch ggf. gekürzt und didaktisiert werden können, entsprechend der Aufgabenstellung zunehmend selbständig zu bearbeiten. Sie werden dadurch verstärkt zum Erlernen der chinesischen Schriftzeichen motiviert und dazu angeregt, alle Hilfsmittel sprachlichen Verstehens zu nutzen. Die Schüler gelangen zu einem grundsätzlichen Textverständnis, das sowohl inhaltlichen als auch formalen Aspekten gerecht wird. Auch soll ihnen bewusst werden, dass im Chinesischen mehr als in anderen ihnen bekannten Fremdsprachen kulturelles Wissen eine wesentliche Voraussetzung für ein tieferes Textverständnis bildet. Die Beschäftigung mit Beispielen aus der klassischen und der modernen Literatur vermag den Schülern erste Einblicke in die thematische Vielfalt und den Formenreichtum des chinesischen Schrifttums zu verschaffen und sowohl ihr Verständnis von Literatur als auch ihre Fähigkeit zu erweitern, neue, auch sprachspezifische Möglichkeiten künstlerischer Gestaltung wahrzunehmen. Vielfältige Sprech- und Schreibanlässe regen sie zur eigenen Sprachproduktion an.

Texterschließung

Textarten: zunehmend komplexere, klar strukturierte Hör-, Hör-/Seh- und Lesetexte verschiedener Art; vermehrt authentische, ggf. didaktisierte und/oder annotierte, nicht-fiktionale und fiktionale Texte einfacheren Schwierigkeitsgrades; kurze Sachtexte/Artikel aus Printmedien und dem Internet zu den behandelten Themen; kürzere, für das moderne Hochchinesisch bearbeitete literarische Texte (z. B. Ausschnitte aus Erzählungen des 20. Jahrhunderts von Lu Xun, Auszüge aus einem Ming-Roman)

  • Verständnis sichernde Fragen zu einfacheren Texten – im Falle von authentischer Literatur auch zu etwas komplexeren Texten – stellen und beantworten
  • Lese- und Hörverstehensstrategien zunehmend sicher anwenden (kursorisches, detailgenaues und selektives Lesen bzw. Hören)
  • auch etwas komplexere authentische Texte zunehmend selbständig mithilfe eines Anmerkungsapparats bzw. der zur Verfügung stehenden Hilfsmittel und Transfertechniken erschließen
  • unterschiedliche Textarten sowie verschiedene Sprach- und Stilebenen erfassen
  • wesentliche Techniken der Interpretation literarischer Texte, die bereits aus anderen Sprachen bekannt sind, auch im Chinesischen anwenden
  • auch indirekte Information und bildhafte Aussagen in literarischen Texten entschlüsseln; das Umfeld von Texten einbeziehen; ins Deutsche übersetzen

Texterstellung

Erstellen einfacher Texte zu bekannten Themen; auch unter Verwendung der lateinischen Umschrift Pinyin, soweit für die Texterstellung notwendige Schriftzeichen noch nicht aktiv beherrscht werden müssen

Textarten: Inhaltsangaben und Bearbeitungen von etwas komplexeren Fragestellungen zu gegebenen Texten, kurze persönliche Stellungnahmen, einfache (fiktionale) Texte im Rahmen kreativen Schreibens (z. B. Dialoge)

  • Inhalte von Hör-, Hör-/Seh- und Lesetexten (z. B. Gespräche) zusammenfassen und dazu in einfacher Form Stellung beziehen
  • Meinungen und Standpunkte zu einem etwas breiter gefassten Themenspektrum in einfacher Form, aber zunehmend klar strukturiert formulieren, z. B. in Diskussionen
  • Textaussagen in einfacher Form, aber zunehmend reflektiert kommentieren
  • in zunehmend kreativer Weise auch inhaltlich und sprachlich etwas anspruchsvollere Textvorgaben mündlich wie schriftlich (um)gestalten

Chispb 12.3 Interkulturelles Lernen und Landeskunde

Die Schüler erweitern und vertiefen – möglichst in Verbindung mit der sprachlichen Arbeit und auch anhand der Auseinandersetzung mit literarischen Texten – ihre Kenntnisse über gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Erscheinungen in China und setzen sich mit aktuellen Entwicklungen auch aus einer vergleichenden Perspektive auseinander. Einblicke in die Geschichte des Kaiserreichs, die chinesische Kultur- und Geistesgeschichte sowie in Entwicklung und aktuellen Stand der deutsch-chinesischen Beziehungen können den Schülern die Bedingtheit des eigenen historischen und kulturellen Standpunkts, mithin der eigenen Lebens- und Denkweise vor Augen führen und somit Voraussetzungen für eine offene und vorurteilsfreie Begegnung mit der andersartigen Lebenswelt schaffen. In einer mehr denn je auf internationale Verständigung angewiesenen Welt ist eine derart durch Wissen gestützte positive Grundeinstellung zu anderen Kulturen eine wesentliche Voraussetzung für die Lösung der ernsten globalen Probleme.

  • Einblicke in das chinesische Kaiserreich bis 1840 anhand ausgewählter Abschnitte
  • historische Entwicklung der deutsch-chinesischen Beziehungen
  • aktuelle wirtschaftliche Entwicklung und Perspektiven Chinas; China als Handelspartner Deutschlands
  • mindestens zwei Schwerpunkte aus dem Bereich Kultur, z. B. Musik, Film, Philosophie, Literatur, Bildende Kunst, Theater

Chispb 12.4 Lernstrategien und Methoden selbständigen Arbeitens

Die Schüler können mit unterschiedlichen Medien und Nachschlagewerken zunehmend souverän umgehen, organisieren Arbeitsprozesse individuell und in der Gruppe selbständig und bauen die für die mündliche Abiturprüfung notwendigen Präsentations- und Kommunikationstechniken weiter aus.

  • Methoden der Selbstkorrektur sowie individuell geeignete Strategien zum Erlernen und Wiederholen von Lautung und Tonung festigen und erweitern (z. B. mithilfe von Tonträgern und direkten Kontakten mit Muttersprachlern)
  • unterschiedliche Lesetechniken und Texterschließungsstrategien gezielt anwenden
  • Mnemotechniken zum Erlernen und Memorieren von Schriftzeichen gezielt anwenden
  • einige für das Chinesische relevante Informationsquellen kennen, z. B. wichtige Zeitungen, bekannte Internetportale
  • zunehmend selbständig Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenführen und bewerten
  • Notizen und Exzerpte anfertigen, z. B. zu Referat, Text, Unterrichtsgespräch
  • unterschiedliche Medien bei der Vorstellung von Arbeitsergebnissen themengerecht und adressatenorientiert einsetzen, z. B. bei einem Kurzreferat (auch unter Zuhilfenahme des Deutschen)
  • ggf. Projekte vorbereiten, durchführen und nachbereiten

Chispb 12.5 Vertiefende Unterrichtsmodule in den Jahrgangsstufen 11 und 12

Zielsetzung und Ausgestaltungsmöglichkeiten der Module entsprechen den Vorgaben in Jahrgangsstufe 11.

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