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Home » Lehrplan (Pflicht-/Wahlpflichtfächer) » II Fachprofile » Chinesisch

Chinesisch

Dieses Fachprofil ist in Ergänzung zum Fachprofil Moderne Fremdsprachen zu lesen, das für alle modernen Fremdsprachen gilt.

Bedeutung des Faches

Chinesisch ist die meist gesprochene Muttersprache der Welt Welt- und Amtssprache der UNOund Amtssprache der Vereinten Nationen; neben Englisch und Spanisch wird es voraussichtlich in naher Zukunft eine der drei Weltsprachen sein. Sprache und Schrift der Chinesen sind Schlüssel zur gesamten ost- und südostasiatischen Welt: Die mehrere Jahrtausende alte chinesische Schrift hat zahlreiche Schrift- und Sprachgefüge geprägt, z. B. in Japan, Vietnam, Thailand und Korea. HeuteSchlüssel zu einer Vielzahl ost- und südostasiatischer Sprachen wird Chinesisch nicht nur in der Volksrepublik China, auf Taiwan und in Singapur gesprochen, sondern z. B. auch in Malaysia, in Thailand und auf den Philippinen – wo jeweils relativ große chinesische Bevölkerungsgruppen leben –, und nicht zuletzt auch in Europa und in den USA, da es hier eine zusehends anwachsende Zahl chinesischsprachiger Emigranten gibt.

Die Bedeutung Chinas in der WeltWeltmacht China erfordert eine konstruktive Auseinandersetzung mit diesem Land; bedeutende ökonomische, ökologische und politische Verflechtungen machen einen differenzierten Einblick in Chinas Traditionen und in die Lebens- und Denkweise seiner Bevölkerung unabdingbar. Entsprechende Kenntnisse sind deshalb von herausragender Bedeutung; dabei ist das ErlernenMehrsprachigkeit der chinesischen Sprache gerade für deutsche Schüler im Hinblick auf berufliche PerspektivenBerufsperspektiven besonders attraktiv, da noch immer nur relativ wenige Deutsche über Chinesischkenntnisse verfügen.

Durch die Begegnung mit China vertiefen die Jugendlichen ihre gymnasialeGymnasiale Bildung Allgemeinbildung. Ihnen wird ein Zugang zu Menschen, Wirtschaftsräumen und Reiseregionen eröffnet, der sich sonst nur schwer erschließen lässt.

Ziele und Inhalte

Chinesisch wird im Wahlpflichtunterricht als neu einsetzende spätbeginnende Fremdsprache sowie als Seminar in der Oberstufe angeboten.

Interkulturelles LernenInterkulturelle Einsichten und Erfahrungen ist wesentlicher Bestandteil des Chinesischunterrichts und der damit verbundenen Schülerbegegnungen. Um die chinesische Lebenswelt in Tradition und Gegenwart möglichst nuanciert kennenzulernen, erhalten die Schüler einen vertieften Einblick in landeskundliche Themen wie z. B. Familien- und Schulalltag, Feste und BräucheSoziokulturelle Kenntnisse, sie befassen sich aber auch mit unterschiedlichen Kunstformen wie Film oder Kalligraphie, mit der Bedeutung der klassischen Philosophen Konfuzius und Laozi sowie mit Literatur und Gesellschaftssystem der Moderne, auch im Hinblick auf historische wie aktuelle Verbindungen zu Deutschland und dem Westen allgemein.

Im ChinesischunterrichtChinesische Literatur beschäftigen sich die Jugendlichen anhand vereinfachter Originaltexte mit Werken, die zur Weltliteratur gehören (z. B. Sprüche des Konfuzius, Gedichte des Tang-Dichters Li Bai, Ming-Romane oder Erzählliteratur des 20. Jahrhunderts, etwa von Lu Xun), aber auch mit den Werken zeit­genössischer Autoren (z. B. des Lyrikers Gu Cheng oder des Nobelpreisträgers Gao Xingjian). Die Auswahl der Themen berücksichtigt die Interessen der Jugendlichen und zielt darauf ab, sie für den Kontakt mit Chinesen und chinesischsprachigen Personen sowie für Kultur und Lebensart Chinas zu sensibilisieren.

Der Sprachunterricht orientiert sich an den im Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen definierten Standards. Die im Lauf von drei Jahrgangsstufen erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse im sprachlichen Bereich sollen zum selbständigen Weiterlernen motivieren, sodass ein Erreichen des offiziellen chinesischen SprachzertifikatsSprachzertifikat Hanyu Shuiping Kaoshi (HSK) ermöglicht wird, welches eine Zugangsberechtigung zu Chinas Hochschulen verleiht.

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