Leistungserhebungen im Geist des Lehrplans

Es ist Ziel dieses Lehrplans, insbesondere eine Nachhaltigkeit des Lernens zu erreichen. Für dieses Ziel wurde bewusst auf Detailfülle in den Lerninhalten verzichtet. Die wirklich nachhaltig bei den Schülerinnen und Schülern zu verwurzelnden Lerninhalte, die zu erreichenden Kompetenzen sind durch das sog. Grundwissen beschrieben, das zu Beginn der Jahrgangsstufenlehrpläne der einzelnen Fächer in einem blauen Block festgelegt ist und neben Kenntnissen auch immer Fähigkeiten, Fertigkeiten und Haltungen, also Kompetenzen verschiedenster Art definiert.

Auf dieses ausgewählte Grundwissen - und nicht auf einzelne Details - muss auch in späteren Jahrgangsstufen verlässlich zurückgegriffen werden können.

 

Um den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung dieses Grundwissens deutlich zu machen, versteht es sich von selbst, dass Leistungserhebungen immer wieder auch die Beherrschung des Grundwissens überprüfen. Nimmt man diese Aufgabe ernst, dann lassen sich Lerngewohnheiten und Lernbereitschaft der Schülerinnen und Schüler dadurch positiv verändern, dass ihnen eine Beherrschung des Grundwissens, auch nach Jahren, als lohnend und unerlässlich erfahrbar wird.

Leistungserhebungen, die auf ephemeres oder Detail-Wissen aufbauen, widersprechen dem Geist des neuen Lehrplans.

 

Wenn die Schülerinnen und Schüler schon bei der Vermittlung von Lerninhalten und beim Erwerb von Kompetenzen immer auch gesagt bekommen, wie die Gewichtung dieses Lernstoffes im Hinblick auf nachhaltiges Lernen einzuschätzen ist, werden sie bei entsprechender Vorwarnung auch das gelegentlich fachlich als sinnvoll empfundene Einbeziehen von Detailwissen in anschließende Leistungserhebungen akzeptieren und bei Honorierung ihrer Lernleistung sogar als motivierend empfinden.