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5 Evangelische Religionslehre (2)

Im Mittelpunkt des Unterrichts stehen die Kinder mit ihren Erfahrungen und Problemen in der neuen Schule und mit ihren Fragen nach Gott und der Welt. Biblische Überlieferungen von Gottes Schöpfungs- und Geschichtshandeln werden so erschlossen, dass sie den Kindern in einer Phase allmählicher Lösung vom Kinderglauben und zunehmender Fähigkeit zu Abstraktion und Symbolverstehen Orientierung geben können. Das Erleben religiöser Rituale und Feiern trägt zur Sicherheit und Geborgenheit in der neuen Schule bei.

In der Jahrgangsstufe 5 erwerben die Schüler folgendes Grundwissen:

Ev 5.1 Ich und die anderen (ca. 10 Stunden) 

Durch den Schulwechsel werden die Schüler auf neue Weise mit sich selbst, ihren Stärken, Fähigkeiten und Grenzen konfrontiert. Die christliche Vorstellung vom Wert jedes Menschen und der Zuspruch des Evangeliums sollen sie beim Prozess der Eingewöhnung stützen. Sie setzen sich mit Leitlinien christlicher Ethik für das Zusammenleben auseinander und können auf dieser Basis gemeinsame Regeln als Grundlage eines guten Miteinanders finden.

Ev 5.2 Christentum vor Ort [ K 5.5] (ca. 8 Stunden)

Im heimatlichen Bereich begegnen die Schüler dem prägenden Einfluss des christlichen Glaubens. Zudem werden sie angeregt, über verschiedene Möglichkeiten christlichen Feierns nachzudenken und eine festliche Zeit des Kirchenjahrs gemeinsam zu gestalten.

  • Zeugnisse des christlichen Glaubens im heimatlichen Bereich entdecken [ Ku 5.3]
    • christliche Symbolsprache an einem Beispiel aus der Bildenden Kunst bzw. Architektur, ggf. im Kirchenraum
    • mindestens ein Mensch, der im kirchlichen Leben der Region eine wichtige Rolle spielt bzw. gespielt hat, oder eine für die Region bedeutsame Epoche 

Ev 5.3 Begegnung mit der Bibel [ K 5.3] (ca. 10 Stunden)

Manchen Kindern ist die Bibel immer noch weitgehend ein fremdes Buch. Ihre Bedeutung für das eigene Leben und den persönlichen Glauben gilt es zu erschließen. Die Schüler sollen erkennen, dass und wie biblische Texte Menschen in ihrem Leben begleitet haben und noch begleiten. Hier und in den Themenbereichen 5.4 und 5.5 können in einfacher Weise auch literarische und historische Zugänge zu biblischen Texten angebahnt werden. Der Umgang mit der Bibel wird eingeübt.

  • die Bedeutung der Bibel wahrnehmen
    • Gelegenheiten, bei denen Bibelzitate oder Anspielungen auf die Bibel verwendet werden, z. B. im Gottesdienst, in der (Alltags-)Sprache, in Kunst, Film, Musik oder Literatur
    • Bibeltexte, die Menschen begleiten können, wie Ps 23, der Taufspruch, eine biblische (Lieblings-)Geschichte
    • Bedeutung der Bibel als Buch des Glaubens
  • mit der Bibel als Buch vertraut werden [ Ku 5.2]
    • Inhalt und Einteilung, Alter und Entstehung der Bibel
    • unterschiedliche Bibelversionen, z. B. Familien-, Kinder-, Online-Bibeln, verschiedene Übersetzungen; eventuell Projekt „Bibelausstellung“
    • Einübung im Umgang mit der Lutherbibel: Texte finden, Register benützen usw.

Ev 5.4 Gestalten aus den alttestamentlichen Königsgeschichten (ca. 12 Stunden)  

Das Alte Testament bietet den Schülern in literarisch reflektierter Form Beispiele dafür, wie Gott in der Geschichte Menschen begegnet und sie herausfordert. In ausgewählten Königsgeschichten lernen sie Männer und Frauen kennen, die in der Tradition des Volkes Israel stehen und an denen sie eigene Lebenserfahrungen wiedererkennen, neu auslegen und mit dem Glauben an Gott in Beziehung setzen können.

  • Geschichten von König David kennenlernen
    • Davids Aufstieg und seine Erfolge: 1. Sam 16 und 17; 2. Sam 5 und 7
    • David und Menschen in seinem Umkreis, z. B. Jonathan, Saul, Michal, Bathseba
    • Konflikt zwischen menschlichem Machtstreben und Gottes Anspruch, zwischen König und Prophet: 2. Sam 11f.
    • Weiterwirken der Davidtradition bis heute: die messianische Hoffnung auf ein Friedensreich
  • über Gottes Wirken und seinen Anspruch im eigenen Leben nachdenken
    • Erfahrungen von der Begleitung und Nähe Gottes im eigenen Leben; Gottes Anspruch an das eigene Tun
    • ggf. bei aktuellen Anlässen die Frage nach Gottes Macht und Ohnmacht in den Ereignissen der Geschichte

Ev 5.5 Der Glaube an Gott (ca. 16 Stunden)  

Die Schüler nehmen ihre Gottesvorstellungen, aber auch ihre Glaubenszweifel zunehmend bewusst wahr. Sie sollen ermutigt werden, beides zu formulieren, über eigene und fremde Gottesvorstellungen nachzudenken und diese in Bezug zu setzen zum christlichen Glauben an Gott als Schöpfer, Erhalter und Vollender der Welt. Ethische Folgerungen aus dem Schöpfungshandeln Gottes und seinem Handeln in der Geschichte sollen überlegt werden.

  • sich der Vielfalt von Gottesvorstellungen und auch eigener Zweifel am Gottesglauben bewusstwerden
    • Gottesbilder und Gottesvorstellungen (Bedeutung; Möglichkeiten und Grenzen des Vorstellungsvermögens; eventuell auch väterliche und mütterliche Metaphern für Gott) [ L1  5.3]
    • eigene Erfahrungen mit Gottesglauben und Glaubenszweifeln
  • die biblischen Vorstellungen von Gott als Schöpfer, Erhalter und Vollender der Welt klären [ Geo 5.1]
    • der Gott, der Israel in seiner Geschichte geholfen hat: Exodustradition
    • der Gott, der die Welt erschaffen hat, sie erhält und vollendet: 1. Mose 1 und 2f., der Erste Glaubensartikel
  • über Konsequenzen aus dem Glauben an Gott, den Schöpfer und Herrn der Geschichte, nachdenken
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