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6 Evangelische Religionslehre (2)

Neben der wachsenden Neugierde auf die Welt gewinnt die Bezugsgruppe jetzt für die Schüler an Bedeutung. Im Religionsunterricht werden Erfahrungen von Zugehörigkeit und Fremdheit, Streit und Versöhnung thematisiert. Orientierungshilfe kann die Begegnung mit der schon aus der Grundschule bekannten Gestalt Jesu geben, die nun erstmals im größeren historischen Zusammenhang, in ihrer Beheimatung im Judentum und in ihrer Wirkung auf die Menschen der damaligen Zeit erschlossen wird. In der Beschäftigung mit religiösen Festen kann die biblische Überlieferung vergegenwärtigt und ggf. im gemeinsamen Feiern nacherlebt werden.

In der Jahrgangsstufe 6 erwerben die Schüler folgendes Grundwissen:
  • den Zweiten Glaubensartikel auswendig können, den Begriff Messias erklären können
  • den Zusammenhang von Jesu Passion und seiner Botschaft vom Reich Gottes aufzeigen können
  • Jüngerschaft und Nachfolge Jesu am Beispiel eines Mannes oder einer Frau verstehen
  • den Kirchenjahreskalender überblicken, die christlichen Hauptfeste in ihrer Bedeutung kennen
  • an einem Fallbeispiel eine Möglichkeit der konstruktiven Konfliktbearbeitung darstellen können

Ev 6.1 Zeit und Umwelt Jesu (ca. 10 Stunden) 

Die Schüler sollen Einblick gewinnen in die zeitlich und geographisch sehr fern liegende Umwelt Jesu, um ihn und ­seine Botschaft verstehen zu können. Dabei lernen sie damalige religiöse, geschichtliche, politische und soziale Verhält­nisse sowie Gesprächspartner, spätere Anhänger und Gegner Jesu (vgl. Ev 6.2 und Ev 6.3) kennen.

  • die geographische und gesellschaftliche Heimat Jesu wahrnehmen
    • Galiläa und Jerusalem unter römischer Herrschaft: Landschaften und Lebensbedingungen zur Zeit Jesu [ G 6.5, L1 6.3, L2 6.3] 
  • das Judentum als religiöse Heimat Jesu kennenlernen
    • Elemente des jüdischen Alltagslebens und religiöser Feste, die in neutestamentlichen Texten erwähnt werden
    • verschiedene Gruppen des Judentums und ihre Frömmigkeit (im Überblick), u. a. ihre Messiaserwartung

Ev 6.2 Jesus von Nazareth und seine Botschaft [ K 6.4] (ca. 16 Stunden) 

Anhand neutestamentlicher Überlieferungen von Jesus sollen die Schüler das Neue und Provozierende der Botschaft Jesu sowie die Bedeutung seiner Person und seines Wirkens für Glauben und Leben der Menschen erfahren. Sie sollen damit vertraut werden, dass Jesus in Gleichnissen und Wundern die Nähe der Gottesherrschaft und die liebende Zuwendung Gottes verkündigt. Leiden, ­Sterben und Auferweckung Jesu und das Christusbekenntnis der Gemeinde sollen die Schüler dabei als wesentliche ­Inhalte christlicher Verkündigung verstehen lernen.

  • Person und Wirken Jesu kennenlernen
    • Jesus – ein jüdischer Wanderprediger
    • die Reich-Gottes-Verkündigung: Gleichnisse und Heilungswunder (in Auswahl)
    • Reaktionen auf seine Botschaft: Nachfolge, Unverständnis, Ablehnung
  • Passion und Auferstehung Jesu als Grund des christlichen Glaubens verstehen lernen
    • die letzten Tage Jesu; Leiden und Sterben Jesu, seine Verlassenheit am Kreuz
    • Ostergeschichten und Himmelfahrt
    • Bekenntnisse des Glaubens an Jesus Christus, der Zweite Glaubensartikel, eventuell andere Glaubensäußerungen, ggf. Lieder wie EG 85, 97, 99, 182, 556

Ev 6.3 Menschen aus dem Umkreis Jesu (ca. 6 Stunden)  

In Weiterführung von Ev 5.4 sollen die Schüler nun wichtigen Gestalten des Neuen Testaments in ihrer Begeisterung und ihrem Mut zur Nachfolge, aber auch in ihren Zweifeln und ihrem Versagen begegnen. An ihnen können die Schüler erkennen, wie die „Frohe Botschaft“ Jesu Menschen ergreifen und verändern kann.

  • über Menschen im Umfeld Jesu nachdenken 
    • eine Person, die Jesus geprägt hat, z. B. Maria, Josef, Johannes der Täufer
    • ein Beispiel für Formen und Konsequenzen der Nachfolge: Martha und Maria oder Maria Magdalena oder Petrus oder Judas oder Thomas

Ev 6.4 Religiöse Feste und Bräuche [ K 6.1] (ca. 12 Stunden)  

Die Schüler sollen sich mit Festen und Bräuchen des Christentums auseinandersetzen und ihren Blick durch die ­Beschäftigung mit Festen anderer Religionen weiten.

  • wahrnehmen, dass Feste zum Menschsein gehören, aber auch sinnvolle Gestaltung erfordern
    • eigene Erfahrungen mit Festen und Feiern, sinnvolle Gestaltungsmöglichkeiten
  • die Bedeutung christlicher Feste, Bräuche und Symbole erfassen
    • der Kirchenjahreskalender: Feste im Kirchenjahr (in Auswahl); ihre Herkunft, ihre Bedeutung, ihre Symbole und ihr Brauchtum; eventuell Lieder wie EG 18, 37, 116, 564 
    • lebensgeschichtliche Feste und Bräuche der christlichen Konfessionen (in Auswahl); Volksfrömmigkeit
  • ein großes Fest einer anderen Religion oder Volksgruppe verstehen lernen
    • ein Fest einer anderen Religion, z. B. von Menschen in der Region, ggf. mitfeiern

eventuell Projekt, z. B.  „Bräuche und Feste im Spiegel der Jahreszeiten“

Ev 6.5 Leben in Gruppen (ca. 12 Stunden) 

Die Zugehörigkeit zu Gruppen wird für die Schüler zunehmend wichtig. Sie sollen sich der Rollenerwartungen und ­Anforderungen, der Chancen und Konflikte, die das Leben in Gruppen mit sich bringt, bewusstwerden. Die Beschäf­tigung mit Menschen in außergewöhnlichen Lebenssituationen kann die Selbstwahrnehmung verändern und damit die Persönlichkeitsentwicklung fördern und die Schüler zu Verständnis für anderes und andere, zur persönlichen Stellung­nahme und zu solidarischem Handeln herausfordern.

  • die Bedeutung von Freundschaften für unser Leben erfassen
    • Beginn, Gestaltung und Wert einer Freundschaft
  • ein Gespür entwickeln für gruppenspezifische Prozesse
    • Kennzeichen von Gruppen: Ziele, Regeln, Rangordnung, Symbole o. Ä.
    • Konflikte in Gruppen: mindestens ein Beispiel aus dem Erfahrungsbereich der Schüler, z. B. Streit und Versöhnung, Rollenzwang, Gruppendruck, Mobbing
    • Möglichkeiten der konstruktiven Konfliktbearbeitung wie Empathie, Zivilcourage, Mediation, Aushalten von unlösbaren Konfliktsituationen 
  • Menschen in besonderen Situationen als Nächste wahrnehmen und in ihrer Würde achten lernen
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