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7 Katholische Religionslehre (2)

Die persönliche Entwicklung der Heranwachsenden kann Bereicherung durch den Glauben erfahren. Sie setzen sich mit biblischen Hoffnungsbildern auseinander und lernen Sakramente als lebensnahe Heilszeichen verstehen. Die Schüler blicken auf kulturelle Wandlungen des christlichen Mittelalters zurück und begegnen der islamischen Religion in unserer heutigen Lebenswelt.

In der Jahrgangsstufe 7 erwerben die Schüler folgendes Grundwissen:
  • Lebenseinstellungen Jugendlicher überdenken können und im Glauben Hilfen für das Mündigwerden erkennen
  • über Grundlagen des Markusevangeliums Bescheid wissen, biblische Sprachbilder und die bildhafte Sprache von Gleichnissen begreifen
  • fähig sein, Symbole und Rituale zu erschließen sowie christliche Symbole und die Sakramente zu deuten
  • die Verschiedenartigkeit christlicher Lebensweisen an geschichtlichen Beispielen erfassen, klösterliche Lebensformen und deren kulturelle Bedeutung erläutern können
  • Hauptelemente des islamischen Glaubens kennen und um die Notwendigkeit toleranten Zusammenlebens wissen

K 7.1 „Ich bin doch kein Kind mehr!“ – Fragen des Jugendalters (ca. 11 Stunden) 

Viele Jungen und Mädchen erfahren die körperlichen und seelischen Veränderungen in der Zeit des Übergangs vom Kindes- zum Jugendalter als Verunsicherung. Sie weiten ihren Lebenshorizont, kritisieren Bekanntes und wollen Neues erproben. Es vollzieht sich auch der Abschied vom Kindheitsglauben. Durch sozial-interaktive Lernformen erhalten die Jugendlichen Impulse, ihr Rollenverhalten in Familie, Schule und anderen sozialen Gruppierungen zu überdenken. Sie werden mit alterstypischen Problemen konfrontiert und ermutigt, Chancen dieser Lebensphase zu ergreifen. Dabei bekommen sie Raum zur Überprüfung eigener religiöser Sichtweisen.

  • sich in seiner Individualität und Geschlechtlichkeit wahrnehmen: Gespür für charakterliche und körperliche Stärken und Schwächen entwickeln, Diskrepanzen zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung erkennen
  • Fremdbestimmungen aufdecken: Vereinnahmung, z. B. durch Werbung, Cliquen; Gefährdungen durch unerfüllte Sehn-Süchte, z. B. Essstörungen; Formen der Abhängigkeit von Alltagsdrogen, z. B. Rauchen
  • Chancen ergreifen: Interessen und Begabungen entdecken; Ich-Stärke und Selbstbewusstsein fördern: die eigene Meinung vertreten, mit anderen Verantwortung übernehmen, z. B. im Blick auf Menschen mit Behinderung; Orientierung an vorbildlichen Personen aus dem Alltag oder an bekannten Leitbildern, z. B. Don Bosco, R. Pfau, Stellenwert von Idolen [ D 7.4 Jugendliteratur; Mu 7.2 Jugendkultur]
  • den Glauben zur Sprache bringen: auf religiöse Fragen neu aufmerksam werden, Glaubensprobleme artikulieren, die Bedeutung des christlichen Glaubens für die eigene Person erschließen

K 7.2 Mit dem Evangelisten Markus von einer „besseren Welt“ erzählen (ca. 12 Stunden) 

Heranwachsende beginnen, Negatives, mit dem sie in vielfältiger Weise konfrontiert werden, bewusst wahrzunehmen, und träumen oft von einer besseren Welt. Vom Beginn einer neuen, heileren Welt in der Person Jesu und seiner Botschaft hören sie auch im Evangelium des Markus. Anhand dieser Schrift verfolgen sie den Weg Jesu von Galiläa nach Jerusalem und erkennen, wie er in zeichenhaften Taten seine Verheißung vom Reich Gottes verdeutlicht. Sie lernen Gleichnisse als kennzeichnende Redeweise Jesu verstehen und erhalten Einblick in die synoptische Frage.

  • Erfahrungen von Unheil und Träume von einer besseren Welt: Ängste und Hoffnungen der Schüler, Beispiele aus Film, Literatur, Musik oder Kunst
  • die Frohbotschaft vom anbrechenden Reich Gottes: Markus gestaltet um 70 n. Chr. das erste Evangelium (Mk 1,14f.), Komposition von Einzelüberlieferungen zu einer fortlaufenden Erzählung, geographisch angelegter Aufbau; keine Biographie Jesu, sondern Glaubenszeugnis früher Christen
  • (kursorische) Lektüre des Markusevangeliums mit dem Schwerpunkt: Hoffnungsbilder von einer besseren Welt; Taten, z. B. Heilung eines Aussätzigen (Mk 1,40-45), und Gleichnisse Jesu: Erschließung eines Reich-Gottes-Gleichnisses in Mk 4, Vergleich mit Parallelen bei Mt und Lk, Einführung in die synoptische Frage
  • eigene Hoffnungsbilder gestalten, z. B. kreatives Umsetzen von Impulsen aus Mk in Text, Bild, Lied

K 7.3 Im Sichtbaren wird Unsichtbares gegenwärtig – Symbole und Sakramente (ca. 11 Stunden) 

Gegenstände, die den Jugendlichen kostbar sind, werden häufig wie kleine Heiligtümer aufbewahrt. Diese bringen ein bestimmtes Lebensgefühl zum Ausdruck, können altersgemäße Verständnishilfen bieten und Geborgenheit stiften. Davon ausgehend finden die Schüler einen Zugang zu Symbolen und Ritualen, die oft als uralte Deutungsmuster der Menschheit eine tiefere Sicht der Wirklichkeit ermöglichen. Vor diesem Hintergrund erfassen sie die Besonderheit christlicher Symbole und Sakramente, die als ermutigende Zeichen der Nähe Gottes heilsam wirken ( Firmung).

  • mehr als Worte sagen können: Stellenwert persönlicher „Heiligtümer“, z. B. Maskottchen, Kleidung („einen neuen Menschen anziehen“), Marken- und Fanartikel
  • Symbole und Rituale entdecken und erschließen: in der Jugendkultur, im Alltag, in der christlichen Überlieferung, z. B. Kreuz, Anker, Segnung; Ursymbole, z. B. Wasser, Feuer; Merkmale von Symbolen, z. B.  Zeichen der Gemeinschaft, Mehrdeutigkeit; Banalisierung und Missbrauch von Symbolen
  • die sieben Sakramente der Kirche: wirksame Heilszeichen der Zuwendung Gottes zu den Menschen und der Gemeinschaft mit Christus in unterschiedlichen Lebenssituationen; exemplarische Vertiefung am Beispiel der Eucharistie, Rückbezug auf Mk 14,22-25 ( Festkalender); Sakramentalien im Leben der Kirche

K 7.4 Kulturen im Wandel: christliches Europa im Mittelalter [ Ev 7.2]  (ca. 11 Stunden)

Christliche Grundüberzeugungen können gesellschaftliche Lebensweisen in Frage stellen. In Abgrenzung zum individualisierten Katechumenat im Römerreich lernen die Schüler mit der von Stammesentscheidungen abhängigen Christianisierung der Germanen einen weiteren Versuch kennen, den Glauben in unterschiedlichen Lebensverhältnissen zur Wirksamkeit zu bringen. Dabei soll das Gespür für die kulturprägende Kraft des Christentums geweckt und eine erste Reflexion über die Vereinbarkeit von Christentum und staatlicher Machtausübung angeregt werden [ G 6.6; G 7.1].

  • der Weg des Christentums von den Römern in unsere Heimat: Übernahme des Glaubens bei den Germanen nicht mehr als individuelle Entscheidung, sondern als Stammesangelegenheit, Fortwirken heidnischer Vorstellungen und Bräuche, z. B. Wahrsagen; zunehmend gesellschaftlich begründete Aneignung christlicher Glaubens- und Wertvorstellungen, Vergleich mit heutigen Formen religiöser Sozialisation
  • neue Strukturen und kulturelle Mittelpunkte: Bonifatius, der Apostel Deutschlands, ggf. Rolle der Diözesan- und Kirchenpatrone ( Festkalender); das Kloster als kulturprägende christliche Lebensgemeinschaft: frühe (benediktinische) Klöster, Aufgaben in der Gründungszeit und Wirkungsfelder in der Gegenwart
  • Kirche im Verbund mit staatlicher Macht, z. B. Abwehrkämpfe des Christentums, Kreuzzüge, Inquisition; Diskussion aus heutiger Sicht

K 7.5 Der Islam – Begegnung mit Muslimen in unserer Gesellschaft [ Ev 7.3] (ca. 11 Stunden) 

Jugendliche werden heute in der Schule und am Wohnort, in den Medien und auf Reisen mit unterschiedlichen Erscheinungsformen des Islam konfrontiert. Das Andersartige in unserer Lebenswelt kann sie neugierig machen auf eine intensivere Auseinandersetzung mit Brauchtum und Denken in dieser Weltreligion. Sie lernen wesentliche Elemente islamischen Lebens verstehen und entdecken islamische Einflüsse auf die eigene Kultur. Die Heranwachsenden erfahren, dass aus christlicher Sicht trotz unterschiedlicher religiöser Weltdeutung und bestehender Probleme ein friedliches Zusammenleben der Religionen in wechselseitiger Toleranz möglich ist.

  • Begegnung mit Muslimen in unserer Gesellschaft: islamische Glaubenspraxis, z. B. Erlebnisse mit muslimischen Mitschülern oder Nachbarn, Medienberichte, Beobachtungen bei Reisen in Länder islamischer Kultur
  • Leben Mohammeds und Grundzüge der islamischen Lehre: Monotheismus, „fünf Säulen", Koran, verschiedene Glaubensrichtungen; Stellung der Frau; Hauptmerkmale einer Moschee, ggf. Besichtigung
  • Muslime und Christen bei uns und in der Welt: Gemeinsamkeiten und Unterschiede ( Festkalender), vgl. auch Nostra aetate, 3; langfristige Einflüsse des Islam auf Wissenschaft und Kultur des Abendlandes; Beispiele für Kooperation im Zusammenleben; Probleme, die aus fundamentalistischen Haltungen in den Religionen erwachsen
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