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9 Deutsch (4, MuG 4 + Profil)

Die Jugendlichen dieser Altersstufe zeigen, auch als Folge der Anregungen aus anderen Fächern, eine wachsende Bereitschaft, sich mit Sachverhalten, Meinungen und Standpunkten wertend auseinanderzusetzen. Angeregt durch die Beobachtung von Verhaltensmustern, auch in den Medien, reflektieren die Schüler ihre Umgangsformen und ihr Gesprächsverhalten und entwickeln ihre rhetorischen Fertigkeiten. Das Schreiben leitet zur Klärung und Ordnung der Gedanken und Einstellungen und zur differenzierten Sprachverwendung an. Grammatische und stilistische Fertigkeiten nutzen die Schüler zum Verfassen und Überarbeiten von Texten. Anhand geeigneter Beispiele aus der Literatur vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart begegnen sie Grundfragen menschlicher Existenz. Im Rahmen der ästhetischen Bildung sensibilisieren die Jugendlichen ihre Wahrnehmungsfähigkeit und werden in ihrem Urteilsvermögen gestärkt.


In der Jahrgangsstufe 9 erwerben die Schüler folgendes Grundwissen:
  • mündlich kommentieren und eigene Standpunkte begründen; Gespräche, Interviews und Diskussionen ge­stalten und reflektieren

  • erweiterte Inhaltsangaben und Erörterungen einfacher Fragen und Sachverhalte schreiben; sprachlich-stilistische Mittel der sachlichen Distanzierung, der Redewiedergabe und der Argumentation bewusst verwenden; korrekt zitieren

  • grammatische und stilistische Phänomene an einfachen Beispielen erläutern, Fachbegriffe verwenden; Sprach- und Stilebenen kennen; Wortbedeutung ermitteln, Begriffe definieren

  • Gelesenes vergegenwärtigen und zu Neuem in Beziehung setzen: Themen ausgewählter Beispiele der Literatur vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart kennen

  • einfache Gestaltungsmittel von Texten kennen: Erzählverhalten, Metaphorik, Redeformen, lyrisches Ich

  • Präsentationsformen verwenden

D 9.1 Sprechen

Im Rahmen der Ausbildung ihrer rhetorischen Fertigkeiten üben die Schüler, sich deutlich und angemessen zu artikulieren und ihre Sprechabsicht zum Ausdruck zu bringen. Sie begründen eigene Standpunkte überzeugend und referieren situations- und adressatengerecht. Sie bereiten Gespräche und Diskussionen vor und führen sie durch. Dabei arbeiten sie an ihrem Verständnis für die Intentionen des anderen und gehen auf ihn ein.

  • ­Reflexion über Kommunikation: Sprechabsichten und deren Umsetzung reflektieren, auch mithilfe audiovisueller Mittel und eines Portfolios; Beziehungs- und Sachebene unterscheiden und beachten

  • Üben mündlicher Darstellungsformen: anspruchsvollere Informationen verständlich, einfach, knapp und anschaulich referieren und kommentieren; Standpunkte begründen; auf Gegenpositionen eingehen; Redestrategien einsetzen; Gespräche und Interviews durchführen, Diskussionen leiten und moderieren; unterschiedliche Sprechsituationen gestalten

  • Zuhören: Notizen zu Vorträgen und Gesprächen anfertigen, Aufmerksamkeit für die Sprechabsicht des Gesprächspartners schärfen, nonverbales Verhalten beobachten, gezielt Fragen stellen

  • Vorlesen, Vortragen, Spielen: Texte sinn- und formgerecht vorlesen und vortragen, auch auswendig; dramatische Szenen spielen

D 9.2 Schreiben

Schreiben erfahren die Schüler zunehmend als ein Medium der gedanklichen Durchdringung von Wirklichkeit. Sie prüfen Informationsgehalt und Argumentation von Sachtexten. Literarische Texte erschließen sie anhand kennzeichnender Merkmale. Die Schüler lösen sich beim Argumentieren von situativen Vorgaben und gewinnen einen fundierten eigenen Standpunkt. Beim Schreiben und Überarbeiten von Texten nutzen sie ihre erweiterten grammatischen und stilistischen Fertigkeiten.

  • ­Methodik des Schreibens: Themen- und Aufgabenstellungen erschließen, Gedanken und Lösungsansätze klären und ordnen, mögliche Alternativen prüfen, einen Schreibplan bzw. eine Gliederung festlegen; unterschiedliche Definitionsverfahren anwenden; ein Thesenpapier ge­stalten, visuelle Darstellungen in Texte umsetzen; Exzerpte anfertigen; Arbeitstechniken des Mitschreibens festigen, Unterrichtsabläufe protokollieren; Methoden des Überarbeitens und Gestaltens erweitern, auch mithilfe des Computers; ein Portfolio anlegen und einsetzen; standardisierte Texte verfassen und bearbeiten

  • Zusammenfassen und Analysieren bzw. Erschließen von Sachtexten bzw. literarischen Texten: eine umfassendere Aufgabe zum Text bearbeiten, auch unterschiedliche Sachtexte zu einem Thema auswerten und zusammenfassen; Inhalt, Aufbau, Form und Sprache aufeinander beziehen; zentrale Aussagen erörtern; sich mit Informationsgehalt und Argumentation von Texten auseinandersetzen, begründete Schlussfolgerungen ziehen; Aussagen belegen, Zitate integrieren, Quellen angeben, zu literarischen Texten eigene Deutungsansätze entwickeln

  • Erörtern von Fragen und Sachverhalten aus dem weiteren Erfahrungsbereich, Gewinnen eines eigenen Standpunkts in vorgegebenen oder freieren Formen, auch im Anschluss an einen Text: eine einfache Erörterung nach Sachaspekten aufbauen, steigernd oder antithetisch gliedern, Thesen formulieren, Argumente zuordnen und sachlogisch darlegen, durch überzeugende Beispiele stützen, Verknüpfung von Argumenten prüfen, ungerechtfertigte Verallgemeinerungen vermeiden, auf mögliche Gegenargumente eingehen; Schlussfolgerungen formulieren

D 9.3 Sprache untersuchen, verwenden und gestalten – Sprachbetrachtung

Die Schüler wenden sich verstärkt der praktischen Stilistik zu und untersuchen grammatische Phänomene in funktionalen Zusammenhängen. Sie erproben kommunikative, rhetorische und poetische Möglichkeiten der Sprache und beschäftigen sich intensiv mit der Funktion stilistischer Mittel sowie mit unterschiedlichen Sprach- und Stilebenen. Dadurch entwickeln sie ihr Sprachgefühl und ihre Ausdrucksfähigkeit weiter und nutzen ihr Wissen auch bei der Erschließung bzw. Analyse von Texten und beim Überarbeiten eigener Schreibversuche.

D 9.4 Sich mit Literatur und Sachtexten auseinandersetzen

Ihre Lesefertigkeit und Leseerfahrung vertiefen die Schüler, indem sie sich mit Sachtexten sowie mit literarischen Texten vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart beschäftigen. Die thematische Betrachtungsweise führen sie unter Ausweitung der Erschließungsverfahren fort. Dabei setzen sie sich mit den dargestellten Themen auseinander, erweitern ihre eigenen Erfahrungen und überprüfen ihre Werthaltungen. Sie gewinnen ein differenzierteres Verständnis für die Darstellung literarischer Stoffe und Figuren, sodass ihre Wahrnehmung und ihre Sensibilität für unterschiedliche Positionen, Verhaltensweisen und Lebensentwürfe geschärft werden.

  • ­Lesen und Verstehen exemplarischer Texte der Literatur vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart in ausgewählten Themenkreisen

  • Erweitern der Leseerfahrungen und Erschließungskategorien bei der Lektüre von poetischen Texten: Thema, Problemgehalt sowie Formen des Aufbaus und deren Funktion untersuchen; sprachliche Gestaltung und deren Wirkung anhand stilistischer Figuren und grammatischer Kategorien erfassen, Zeitbezug und biographische Informationen berücksichtigen; Handlungen, Verhaltensweisen und Verhaltensmotive bewerten

  • Berücksichtigen von Gattungsmerkmalen und gattungsspezifischen Gestaltungsmitteln beim Erschließen: Erzählverhalten und seine Funktion herausarbeiten; Novelle und Kurzgeschichte unterscheiden; den Konflikt und seine dramatische Gestaltung untersuchen; Figuren, Figurenkonstellation und Redeformen analysieren; die inhaltliche und formale Gestaltung von Lyrik und ihre Funktion erkennen

  • Entwickeln und Anwenden von Untersuchungsaspekten für argumentierende Texte: Thesen, zentrale Argumente, Intention und sprachliche Gestaltung untersuchen, den Kommunikationszusammenhang berücksichtigen

  • gestaltendes Arbeiten, produktiver Umgang mit Sprache und Literatur

Im Rahmen eines breit gefächerten Lektüreangebots (vgl. dazu die Lektürevorschläge) sind mindestens zwei Ganzschriften angemessenen Umfangs zu lesen und im Unterricht zu behandeln.

D 9.5 Medien nutzen und reflektieren

Die Schüler verbessern ihre Orientierung im Angebot der audiovisuellen Medien und des Internets und setzen sich mit ihm auseinander. Auf diese Weise üben sie den reflektierten Umgang mit den Medien ein.

  • ­Orientierung beim Mediengebrauch verbessern: selbständig im Internet und in weiteren Medien Informationen ermitteln, spezifische Lesetechniken anwenden, Formen der Dokumentation erproben

  • Untersuchen und Beurteilen von Fernsehsendungen: Thesen erkennen, Strategien und Präsentation von Argumentationen beobachten, diskutieren

  • Reflektieren des Mediengebrauchs: Umgang mit dem Informationsangebot erörtern, Intentionen und Wirkungen erkennen und bewerten 

D 9.6 Profilbereich am MuG

Entsprechend dem Profil der Ausbildungsrichtung vertiefen die Schüler ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich des Gestaltens und der ästhetischen Bildung, vor allem im Hinblick auf das fächerverbindende Arbeiten und die Ausgestaltung des schulischen Lebens. Die Schüler haben dabei Gelegenheit, in besonderer Weise eigenverantwortlich vorzugehen und im Team tätig zu werden, vor allem bei Unterrichtsprojekten.

  • ­erweiterte Lektüre im Rahmen der thematischen Literaturbetrachtung

  • eigene gestalterische Möglichkeiten weiter ausbilden: Inszenierungsversuche, mediale Gestaltung, produktive Auseinandersetzung mit Bildern und Texten

  • die Wechselwirkung von Wort, Bild und Ton verfolgen


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